IndigoVision sorgt für Sicherheit auf dem Gelände des französischen Eurotunnel-Terminal
Im Zuge einer umfassenden Modernisierung des Videoüberwachungssystems für das Passagier-Terminal in Frankreich wurde eine IP-Videolösung von IndigoVision installiert. Mit dem vernetzten System, das in den Bereichen Sicherheit, Verkehrsmanagement und Einwanderungssteuerung eingesetzt wird, wurden die Weichen für die Überwachung des Eurotunnels in Richtung Zukunft gestellt.
Das Unternehmen Eurotunnel betreibt den Kanaltunnel, der Großbritannien mit Frankreich verbindet, so wie das Shuttle-System für Pkws und Lkws. Der Tunnel wird auch von Güter- und Passagierzügen genutzt. Wie alle wichtigen Verkehrsknotenpunkte stellt auch der Eurotunnel ein ebenso anspruchsvolles wie komplexes Gebilde mit sehr großen Überwachungs- und Sicherheitsanforderungen dar. Unerlässlich ist daher ein dezentrales, leistungsstarkes System zur Bereitstellung sowohl von Livebildern als auch von Videoaufzeichnungen für eine Vielzahl
„Die Entscheidung, unsere vorhandene Videoüberwachungsanlage zu modernisieren, ist als Reaktion auf die jüngsten Änderungen französischer Richtlinien zu verstehen", erklärt Sylvain Pamart, Chief Project Manager von Eurotunnel. „Unser Ziel war das Ersetzen des analogen Systems durch eine digitale virtuelle Matrix, die in puncto Flexibilität und Skalierbarkeit sowohl den neuen Vorgaben als auch den Anforderungen zukünftiger Projekte gerecht wird."
Mit dem vorhandenen analogen System konnten lediglich Videos mit 1 B/s in SIF-Auflösung für drei Tage aufgezeichnet werden, was den neuen Richtlinien nicht im Entferntesten gerecht wurde. Da zudem die Videomatrix über sehr geringe freie Kapazität verfügte, hätte sich eine Modernisierung als äußerst kostspielig erwiesen. Nun ist der Eurotunnel mit einem Überwachungssystem ausgestattet, das Aufzeichnungen mit 25 B/s mit 4SIF für 31 Tage erstellen kann. Weitere Kameras können jederzeit problemlos in das Netzwerk integriert werden. Hierbei steht der gleichzeitigen Verwendung von modernsten IP HD-Kameras und vorhandenen Geräten mit Standardauflösung nichts im Wege. Außerdem konnte die für die Hardware benötigte Fläche entscheidend reduziert werden, so dass im Technikraum wertvoller zusätzlicher Platz frei wurde.
„Einer der zahlreichen Gründe, die für IndigoVision sprachen, war das flexible Lizenzierungs- und Preismodell", ergänzt Pamart. „Die Wiedergabe der Aufzeichnungen ist dank der Sicherheits-Managementsoftware des Unternehmens nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wir bezahlen lediglich, basierend auf Bildrate und Auflösung, für die Kanäle und sparen daher bereits erheblich, wenn Aufzeichnungen mit nur 6 B/s bei 2SIF erstellt werden Müssen. Sollten sich jedoch die Richtlinien oder unsere zukünftigen Anforderungen ändern, können wir dieser Entwicklung problemlos durch einen Wechsel der Lizenz entsprechen."
Mitarbeiter in den verschiedenen Kontrollräumen können mithilfe von Control Center, der Sicherheits-Managementsoftware von IndigoVision, Livebilder und Aufzeichnungen an ihren PCs verfolgen. Die dezentrale Ausrichtung des Systems erlaubt die beliebige Positionierung dieser PCs im gesamten Netzwerk – eine Funktion, die Eurotunnel sehr zugute kommt. Die zahlreichen Kontrollräume sind mit Kombinationen aus Standalone-PCs und herkömmlichen Videowänden ausgestattet und werden von den Abteilungen für Sicherheits- und Verkehrsmanagement betrieben. Mitarbeiter können mit den entsprechenden Zugangsberechtigungen auf jede beliebige Kamera des Systems zugreifen.
„Die von Control Center angebotenen Funktionen und Analyse-Tools sind ganz einfach hervorragend", fügt Pamart hinzu. „Die Benutzeroberfläche ist intuitiv bedienbar. Die Mitarbeiter waren daher schnell mit dem neuen System vertraut. Dank der Control Center-Software konnte Eurotunnel die neuen Richtlinien nicht nur erfüllen, sondern mit vollständigen Logbuchprotokollen und manipulationssicherem Video-Beweismaterial sogar übertreffen."
Eurotunnel setzt erweiterte Analyseverfahren zur Unterstützung der Videoanalyse mit Control Center ein. Derartige Verfahren können beispielsweise dazu verwendet werden, automatisch Fahrzeuge zu erkennen, die sich entgegen der normalen Fahrtrichtung bewegen. Diese leistungsstarken Funktionen ermöglichen es Mitarbeitern, nach Vorfällen relevante Aufzeichnungen schnell zu identifizieren.
Für die IT-Abteilung von Eurotunnel war die Implementierung eines Systems, das einfach zu konfigurieren und zu verwalten ist, von größter Wichtigkeit. Dank eines Control Center-PCs im Wartungsraum ist das Supportteam über Probleme oder Fehler im System jederzeit im Bilde. Die Videoaufzeichnungen werden hierbei auf IndigoVision Standalone Netzwerk-Videorekordern erstellt, die in der Wartenzentrale integriert sind. Es wurden insgesamt 19 NVRs mit je 1,5 TB, so wie drei zusätzliche Redundanzgeräte als Sicherheit installiert.

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